IT - Technik Sieker Landstr. 175, 22927 Großhansdorf, Tel.: 04102 / 697 007
Holger Teege staatl. gepr. Techniker
Holger Teege IT - Technik 04102 / 697 007
Der Prozessor ist das Herz eines Computers, er führt Programme aus und verarbeitet die Daten. Der Prozessor ist aber auch das meist überschätzte Bauteil. Eine hohe Prozessorleistung macht sich auf dem Papier zwar gut, spüren wird man davon bei Standardanwendungen aber meist rein gar nichts. Zudem muss man eine Mehrleistung von 10% in der Oberklasse mit mindestens 30% Mehrpreis bezahlen. Gerne werden PCs mit teuren Prozessoren und billiger Hardware verkauft. Der teure Prozessor verbringt dann die meiste Zeit seines Daseins damit, auf den Rest des PCs zu warten. Der Flaschenhals eines modernen Rechners sitzt ganz woanders: Die Festplatte hat einen wesentlich größeren Einfluss auf die Gesamtleistung. Hier kann man viel Geld sparen, wenn man sich nicht durch Prospektangaben blenden lässt. Durch Einsatz einer guten SSD (siehe Festplatten) kann man den Systemstart und die gefühlte Gesamtleistung außerdem so radikal beschleunigen, wie es mit einem Prozessor nicht möglich ist. Und das zu einem günstigen Preis.
Die Festplatte speichert Programme und Daten, sie ist eines der wichtigsten Bauteile eines Computers. Kaufen Sie ein System aber nicht nur aufgrund einer großen Festplatte. Wichtig ist ein hoher Datendurchsatz. Die Zugriffszeit oder die Drehzahl, die häufig angegeben werden, sagen wenig über die Qualität aus. Die Unterschiede zwischen einer langsamen und einer schnellen Festplatte sind recht drastisch. Schaut man sich Discount-Rechner an, so ist es immer wieder erstaunlich zu sehen, wie sehr eine billige Festplatte einen Prozessor ausbremsen kann. Es gibt 3 verschiedene Arten von Festplatten: 1. Herkömmliche mechanische Festplatten Hier werden die Daten mit Schreib-/Leseköpfen auf eine rotierende Platte geschrieben. Vorteil: preiswert, viel Speicherplatz Nachteil: langsam, erschütterungsempfindlich, anfällig gegen Alterung/Beschädung der Oberflächen. 2. Solid State Disks, kurz SSDs genannt haben keine mechanischen Teile, sondern speichern die Daten permanent in Halbleitern. Also recht ähnlich einem USB-Stick, aber wesentlich schneller. SSDs sind die Zauberformel, wenn es um die Beschleunigung eines PCs geht. Die Zeit für den Systemstart reduziert sich auf ca. ein Viertel, alle Programme starten und reagieren sehr viel schneller. Der gefühlte Leistungsgewinn ist enorm. Wichtig ist bei allen Festplatten: Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig. Ein Totalausfall der Platte ist zwar selten, aber dann st nichts mehr lesbar und kann nur mit extrem hohen Kosten wieder hergestellt werden (wenn überhaupt).
Das Mainboard stellt die Verbindungen vom Prozessor zu Arbeitsspeicher, Festplatte, Grafikkarte und anderen Komponenten her. Wichtig ist ein hoher Datendurchsatz, Kompatibilität und Stabilität. Durch den hohen Preisdruck kommen leider immer mehr Mainboards auf den Markt, die diese Ansprüche nicht erfüllen. Ein Nobel-Mainboard für mehrere Hundert Euro muss es aber auch nicht sein. Wichtig sind auch eine ausreichende Zahl von USB-Anschlüssen und ein Steckplatz für eine Grafikkarte (falls man später aufrüsten möchte).
Das Netzteil ist ein sehr unterschätztes Bauteil. Billig-Netzteile (auch gerne China-Böller genannt, da sie sich oft mit einen lauten Knall verabschieden) sind laut und fressen teure Energie. Ein hochwertiges Netzteil ist langlebig, verbraucht nur max. 1 Watt im Standby und hat eine Energieeffizienz von über 80%. Das wird auch von der EU so gefordert, leider mit einer Ausnahmeregelung für Lagerbestände. Das scheint ein beliebtes Schlupfloch zu sein. Für den Verbraucher rentiert sich ein solches Netzteil durch den geringeren Stromverbrauch aber recht schnell. Wirklich wichtig, weil nervenschonend, ist auch ein großer und dadurch langsam und leise rotierender Lüfter.
Der Arbeitsspeicher ist das Kurzzeitgedächtnis eines Computers. Bei der Auswahl ist zuerst der Hersteller wichtig. Kaufen Sie nur Speicher von Marken, die Chips auch selber herstellen. Ein Markenhersteller achtet auf seinen guten Ruf und setzt nur geprüfte Chips ein. Die Chips die durch die Herstellerkontrollen fallen, aber noch irgendwie funktionieren, landen auf den Speichermodulen von Billigmarken. Die Geschwindigkeit ist natürlich auch wichtig, sollte aber nicht überbewertet werden. Hochgezüchtete Chips machen mehr Probleme im Betrieb als der tatsächliche Nutzen wert ist.
Die Grafikkarte verarbeitet die Daten, die auf dem Monitor dargestellt werden sollen. Bei der Wahl ist der Anwendungsbereich entscheidend: Je mehr Leistung gewünscht ist, desto höher sind die Kosten und desto mehr Wärme muss aus dem Gerät transportiert werden. Der Durchschnitts-Nutzer mit den üblichen Büroanwendungen legt Wert auf gute Bildqualität und leisen Betrieb. Meist reicht hier eine preiswerte On-Board-Lösung (also ein Grafikchip auf dem Mainboard) vollkommen aus. Bei Bedarf kann eine Grafikkarte immer noch nachgerüstet werden. Ganz anders der Spieler, ihm kommt es auf eine möglichst brachiale Grafikleistung an, hier ist eine Grafikkarte zwingend notwendig. Als Mischlösung gibt es auch Grafikkarten mit recht leisen temperaturgesteuerten Lüftern im mittleren bis oberen Leistungsbereich.
Das DVD-Laufwerk auch heute, im Zeitalter der USB-Sticks und externen Festplatten kommt man um ein DVD-Laufwerk nicht herum. Meist um Programme zu installieren oder eine DVD zu brennen. Die Zeiten der +R und -R Unterschiede sind vorbei, heute können DVD-Brenner beide Formate lesen und schreiben. Bei der Auswahl kommt es also mehr auf praktische Unterschiede an: Brennqualität, leiser Betrieb und eine gute Fehlerkorrektur (damit nicht jedes Staubkorn zum Lesefehler führt). Alternativ gibt es DVD-Brenner, die auch BluRays lesen oder auch schreiben können. Wenn Sie den PC auch als Home- Cinema-System nutzen wollen, sicher interessant.
Wissenswertes über PC-Komponenten

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